Aspern (Österreich)

Standort:

Aspern (bei Wien) (seit 1980)

Aktuelles Produktionsprogramm

Motoren und Getriebe

Gesamtfläche

600.000 Quadratmeter

Jahreskapazität

805.000 6-Gang-Getriebe
760.000 5-Gang-Getriebe
730.000 Motoren

Gefertigte Produkte 

22.05.1983: 100.000 Motoren
11.01.1985: 500.000 Motoren
09.04.1985: 1.000.000 Getriebe
(es war ein F10-Getriebe)
03.051988: 2.000.000 Getriebe
05.04.1989: 2.000.000 Motoren
09.01.1992: 4.000.000 Getriebe
05.04.1993: 5.000.000 Getriebe
28.09.1999: 10.000.000 Getriebe
17.03.2000: 1.000.000 ECOTEC-Motoren
15.11.2001: 12.000.000 Getriebe
28. 02.2002: 2.000.000 ECOTEC-Motoren
11.02.2003: 13.000.000 Getriebe
13.12.2004: 3.000.000 ECOTEC-Motoren
12.10.2005: 15.000.000 Getriebe
07.022006: 9.000.000 Motoren
(Familie 1 und Familie 0)
30.06.2006: 25.000.000 Aggregate
15.06.2007: 1.000.000 M20/32-Getriebe
16.04.2008: 10.000.000 Motoren
(Familie 1 und Familie 0)
31.03. 2010: 30.000.000 Aggregate
27.01.2011: 20.000.000 Getriebe
26.04.2017: 25.000.000 Getriebe
19.10.2017: 40.000.000 Aggregate
(es war ein 1,4-Liter-Turbo-Benzinmotor)

Mitarbeiter:

800 (Stand Ende 2019)
1.330 (Stand 2018)

1.390 (Stand 2016)



Historie:

Im Jahre 1979 unterzeichneten der damalige Österreichische Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky und GM Austria-Generaldirektor Helmuth Schimpf einen Vertrag über die Errichtung eines Motorenwerks im Wiener Stadtteil Aspern. Das Investitionsbudget betrug 9,8 Milliarden Schilling (umgerechnet 540 Millionen €). Schon am 5. Mai 1980 folgte der erste Spatenstich, am 18. Dezember 1981 wurde das erste Aggregat gefertigt bevor am 15. Oktober 1982 offiziell das Werk eröffnet wurde. 

Da man Ende 1989 bereits ein Volumen von 2,5 Millionen Getriebe und 2 Millionen Motoren gefertigt hatte, erweiterte man 1992 auf dem 600.000 Quadratmeter großen Werksgelände die Produktionskapazitäten. Ab 1993 kam das neue F15- Getriebe  sowie die 16V-Zylinderkopf- und Nockenwellenfertigung aus Aspern. 1997 ergänzte das F17-Getriebe sowie die neue „Familie 0“-Motoren „ECOTEC“ das Produktangebot. 

Am 23. Oktober 2000 startete man die Produktion des MTA-Getriebe "Easytronic" und  vereinbart mit Fiat ein Joint Venture, so das 2001 Aspern in die Fiat-GM Powertrain Group integriert wurde. Im Anschluss benannte man das Motoren- und Getriebewerk in Opel Austria Powertrain GmbH um. Zum 20jährigen Jubiläum 2002 lief das letzte von mehr als sieben Millionen F13-Getriebe vom Band, ersetzt durch das automatische Schaltgetriebe vom Typ F17 MTA „Easytronic“. Ein Jahr später, am 17. Juli 2003, war Produktionsstart für die neuen TWINPORT ECOTEC-Motoren mit 1.0 und 1.4 Liter Hubraum. Diese zählten schon zur Generation 2 der Familie 0 Motoren. Am 15. Juli 2004 startete die Produktion für den 1,2-Liter-Twinport-ECOTEC-Motor (Generation 2 Familie 0).

Am 30. Juni 2004 wurde das Sechsgang-Getriebewerk eröffnet. Nach etwa zweijähriger Bauzeit und Arbeitsstiftungsprogramm für die Mitarbeiter, sowie als erstes gemeinsames Projekt im FIAT-GM Powertrain-Konzern, der am 30. Juni 2001 ins Leben gerufen worden war.
Nach der Beendigung des Joint Ventures mit Fiat im Jahre 2005 änderte man den Namen in GM Austria-Powertrain.

Zum 25-jährigen Werksjubiläum 2007 erreichte man einen Produktionsrekord mit 1,5 Millionen Motoren, doch schon zwei Jahre später reduzierte die Wirtschaftskrise die Produktion um ein Drittel auf eine Million Motoren. Im Familie 0-Motorbau erfolgte der Wechsel zur Generation 3 am 2. November 2009 (1,2-Liter) und am 11. Januar 2010 (1,4-Liter-Turbomotoren). Beide Motoren erhielten eine neue Downsizing-Technologie.

Am 12. Dezember 2016 startete die Generation 2 der Sechsgang-Getriebe; sie nennen sich nun M3x. Die Generation 3 der Easytronic-Getriebe wird schon seit 29. September 2014 gefertigt.

2017 fertigte man die Drei- und Vierzylinder-Motoren mit Hubräumen von 1,0 bis 1,4 Liter. Darüber hinaus liefen die Getriebe F17 (Fünfgang-Getriebe für Benzin- und Dieselmotoren mit maximal 1,8 Liter Hubraum) sowie M20/32 (Sechsgang-Getriebe für Benzin- und Dieselmotoren von 1,3 bis 2,2 Liter Hubraum) vom Band.

Im März 2019 wird verkündet,, das eine Getriebe Großauftrag ausläuft und die Mitarbeiteranzahl um 350 bis 400 Stellen auf dann noch verbleibenden 800 Stellen bis Ende 2019 reduziert werden soll Damit ging jeder dritte Arbeitsplatz am Standort verloren. Die Weiterführung des Werkes wurde jedoch bestätigt. Es wurde sogar eine neue Produktionslinie aufgebaut.